Neues zum Thema Zeitarbeit. Gestern war ich auf einer Pressekonferenz in München. Präsentiert wurde die Lünendonk-Anwenderstudie 2011: “Zukunft der Ingenieurdienstleistungen in Deutschland”. Die Branche soll laut Studie stark wachsen. In vielen Bereichen, in denen Innovationen gefordert sind, wie zum Beispiel Energieeffizienz, neue Energien und Elektromobilität, spielen Ingenieurdienstleister eine immer wichtigere Rolle. Warum?
Entscheidend für die auftraggebenden Firmen ist laut Studie die “Lieferfähigkeit” der Dienstleister, sprich, sie wollen die benötigten – selbstverständlich exzellenten – Engineering-Ergebnisse und Spezialisten schnell bekommen, ohne lästige Suchanzeigen oder Auswahlgespräche, ohne weitere Verpflichtungen. Größter Auftraggeber ist neben der Automobilindustrie der Maschinenbau.
Auch der multinationale Konzern EADS besetzt bestimmte Stellen nicht mehr selbst, sondern kauft das Engineering bei ausgesuchten Dienstleistungs-Partnern ein, die sich auch gerne “Consultants” nennen. Dass EADS so stark auf die externen Ingenieure setzt, ist kein Wunder. Ingenieurdienstleistung ist in Frankreich, der Heimat von EADS-Chef Luis Gallois, wesentlich stärker verbreitet, europäischer Marktführer ist die französische Firma Altran Technologies. Auch der ebenfalls französische Konkurrent Alten Engineering arbeitet viel für EADS.
EADS setzt komplett auf Werksverträge, nicht auf Arbeitnehmerüberlassung, ein feiner Unterschied. Also nicht auf “Leihbuden”, wie Ingenieurdienstleister mit diesem Geschäftsmodell abwertend genannt werden. Die Arbeit ist also viel eher mit der in einem Ingenieurbüro zu vergleichen. Dennoch: Auch bei EADS laufen die Verhandlungen über Engineering-Pakete und Rahmenverträge an den HR-Abteilungen vorbei, die Verhandlungen leitet der Einkauf.
Was ist der Unterschied zwischen einem Werkvertrag und Arbeitnehmerüberlassung? Bei einem Werkvertrag schuldet der Unternehmer die Erbringung eines Erfolgs und nicht bloß die Bereitstellung geeigneter Arbeitnehmer. Anders als bei der Arbeitnehmerüberlassung überträgt der Unternehmer das Direktionsrecht über seine Mitarbeiter deshalb auch nicht auf den Kunden, sondern erteilt die zur Erreichung des Erfolgs erforderlichen Weisungen selbst. Altran, einer der preferred Partner von EADS, hat kürzlich sein Geschäft mit der Arbeitnehmerüberlassung wegen Geringfügigkeit eingestellt. Viele andere bieten AÜ neben Werksverträgen weiter an. Es sei kein Marketing-Blabla, dass man darauf achte, dass der ausgeliehene Ingenieur nicht als Zweiter-Klasse-Mitarbeiter ausgebeutet würde, verteidigt sich einer der Dienstleister. Schließlich sei er das Kapital der Firma. Möglichen Missbrauch zu beurteilen fiele aus der Ferne nicht immer leicht, gibt er zu. Man könne nur reagieren, wenn sich der betroffene Ingenieur auch melde.
Leider ist es wohl so, dass viele Auftraggeber Leihingenieure als Zweiter-Klasse-Ingenieure missbrauchen bzw. sich über deren Wohlergehen wenig scheren. Manchmal, so Gerüchte, sei man nicht mal zur Kantine (!) zugelassen, in der Unternehmenskultur der Kollegen weder erwünscht noch verankert. Aber fällt das nicht viel eher negativ auf den Ausleiher, als auf den Verleiher zurück?
Zurück zum Geschäftsmodell. Natürlich feilscht der Einkauf so gut es geht um möglichst günstige Konditionen beim Dienstleister. Hat das Auswirkungen auf das Gehalt des einzelnen Ingenieurs? Verdient man in der Dienstleistungsbranche schlechter? Zumindest die vier anwesenden Firmen Altran, IndustrieHansa, Alten und YachtTeccon verneinen das. Die Gehälter seien längst vergleichbar. Karriere machen könne man jedoch bei einem Dienstleister schneller, auch die Fachkarriere ohne Personalverantwortung gehört zum Standard. Weiterbildung wird ebenfalls groß geschrieben. Bei YachtTeccon liegt die durchschnittliche Verweildauer bei gut 7 Jahren – das ist viel in einer Branche, die ein derart schlechtes Image hat.
Der Fachkräftemangel belastet die Dienstleister, die viel mehr Aufträge annehmen könnten, wenn sie mehr Ingenieure finden würden. Erschwerend hinzu kommt das schlechte Image. Wie erzählte mir einer der Geschäftsführer anschließend beim Imbiss: Nach dem Vorstellungsgespräch seien zwar viele Ingenieure angenehm überrascht von den angebotenen Aufgaben und Arbeitsbedingungen. Doch dann, nachdem sie drüber geschlafen haben, sagen sie doch ab. Denn weder bei Ehefrau noch Freunden ist die Branche angesehen.
Auffallend: die schwarzen Schafe, die Ausbeuter, die Sklaventreiber, das sind immer die anderen – man selbst gehöre selbstverständlich nicht dazu. Welche Erfahrungen haben Sie in der Ingenieurdienstleistungsbranche gemacht? Ich freue mich über ihre Beiträge, bloggen Sie mit!


Meine Erfahrungen mit Ingenieurdienstleistern zeigt folgendes:
Gehälter sind ca. 30% unter dem Gehalt eines Festangestellten. Leider ist es für Absolventer oft die einzige Chance überhaupt einen Job zu bekommen – das nutzen die Unternehmen natürlich aus: holen sich ohne Risiko die Leute und picken sich dann die Perlen raus.
Die Dienstleister bekommen für einen Leiharbeiter das Doppelte bis Dreifache des anfallenden Lohns … verdienen tun da nur die Chefs.
Weder Altran noch IndustrieHansa konnten für mich etwas im Raum München finden.
10 Jobs bei 10 Firmen über Arbeitnehmerüberlassung innerhalb von 10 Jahren haben meinen Ruf als Arbeitnehmer so stark ruiniert, das einige Firmen Persönlichkeitsprobleme bei mir vermuten, ein untragbarer Zustand.
Ich bin seit Anfnag des Jahres auf Arbeitssuche und so schwierig war es noch nie.
Kann Jens nur voll zustimmen. Ich bewerbe mich seit der Finanzkrise 2009 gar nicht mehr, obwohl ich weiß das meine Situation dadurch nicht besser wird. Bin jetzt 40 und etwa seit 2007 zum Berufspapa geworden. Vielleicht habe ich Aufschieberitis oder Angst meine selbstverschuldeten Lücken zu verkaufen. Und alles nur weil ich mal 1999 mein Berufsstart beim Dienstleister gemacht habe und anschl. meistens zu Daimler geschickt wurde. Habe aber nie oder nur selten an meine Diplomarbeit 8051 Programmierung anknüpfen können. Ich muß mich jedes mal fragen ob ich überhaupt in diesem Bereich effizient einsetzbar bin und finde eigentlich nur die Antwort, wenn die Aufgabe da wäre und eine angemessene (?) Einarbeitungszeit, dann ja. Habe damals nur zweien und dreien gehabt und frage mich heute, warum haben wir nur so viel Schrott gelernt, was keiner gebrauchen kann und wo lernt man das was gesucht wird.
Hallo zusammen,
ich habe auch eine schlechte Erfahrung gemacht, ähnliche wie J..
Ich habe im Frühjahr 2011 mein Informatik-Studium an der FH absolviert. Und bin zu einer französischen Firma gegangen, die in diesem Artikel genannt wurde. Das Gehalt entsprach dem, was Einsteiger durchschnittlich bekommen. “Warum nicht?” dachte ich. Außerdem die Karriere-Möglichkeiten sind tatsächlich besser als bei einem Festangestellten.
Bin also zum Kunden geschickt worden. Die Einarbeitungszeit war gering. Insgesammt standen 8 Wochen zur Verfügung, in der 5. war der Kunde unzufrieden. Die Situation schien noch zu retten. Aber doch nicht, in der 6. Woche kündigt der Kunde zum Ende der 7.
Grund: der erwartete Produktivitätsgrad ist in der 6. Woche nicht erreicht worden. Deshalb ging der Kunde davon aus, dass ich mich in alle Themen so langsam einarbeite. Und gerade in der 6. Woche habe ich die Methodik entwickelt, mit der ich die Aufgaben schneller lösen kann.
Vom Festangestellten beim Kunden habe ich erfahren, dass die Festangestellten-Einarbeitung viel entspannter und länger verläuft. Logisch, der Kunde zahlt für mich das 2 oder 3-fache mehr.
Und deshalb erwartet der Kunde viel Leistung und am liebsten sofort. Der o. g. Festangestellte hat gemeint, die externen bekommen evtl. eine Arbeit, auf die die Festangestellten nicht unbedingt Bock haben. Und das glaub ich.
Also was nun?
In den nächsten Jahren habe ich nicht vor, bei einer Leihfirma zu arbeiten. Sonst riskiere meinen Lebenlauf. Zum Glück sind genug Stellenangebote da, bei denen es ohne Vermittler dazwischen geht. Und jetzt guck ich auch schärfer auf das Stellenangebot: entwickelt man der Firma XYZ die Software für den Kunden im Haus, oder wird man direkt zum Kunden geschickt? Und wenn ich zweifle, frage ich das beim Vorstellungsgespräch nochmal nach.
Positives: habe alles nochmal analysiert und viel Verbesserungspotenzial bei mir gefunden. Die Erfahrung ist sehr wertvoll, ich weiß ja nun, wie ich es schneller machen kann. Aber bei einer Leihfirma bewerbe ich mich trotzdem nicht mehr.
Und die Facherfahrung, die ich in 7 Wochen bekommen habe, die ist auch sehr wertvoll.
Zum Schluss ein Tipp:
bei der tiefen Frustration (war bei mir auch der Fall, aber bin ziemlich schnell raus) hift folgendes:
Einmal mit dem Fahrrad durch eine schöne Gegend ruhig fahren und seine(n) beste(n) Freund/in anrufen und alles besprechen. Zu besprechen u. a. was ist passiert, was will man jetzt machen, was denkt er/sie dazu.
Noch ein guter Artikel:
http://www.handwerkermarkt.de/nachrichten/themen-fur-handwerker/handwerk-und-mittelstand-in-der-praxis/leiharbeiter-vorteile-nachteile/?searchterm=None
Hallo, bin 31, habe mein Diplom September 06 gemacht, meine Erfahrung bis jetzt:
) sondern an der Auftragslage der Firma! Wenn keine Aufträge, dann wird auch kein 1-er Kandidat für 1€/std. genommen! Fakt!
Schwarze Schaafe als Personaldienstleister (PDL) gibt es immer und überall, darüber braucht man nicht zu diskutieren.
Es gibt jedoch PDL’s die können ihre Arbeit (jemanden vermitteln) gut und die anderen schlecht.
Als ich noch kein Dip.-Ing. war sondern nur ein Elektriker war ich bei 2 verschiedenen (nach ein ander) PDL’s angestellt. Bei beiden habe ich gut arbeiten und die jeweiligen Firmen kennen lernen können.
Später, als ich mich als Ingenieur bei einigen PDL’s beworben hatte war das komplett anders. Viele haben gesagt “ich habe was, du hast ab morgen Arbeit” andere haben gesagt “wir werden uns mal umhören”, doch keiner konnte mich ein halbes Jahr lang vermitteln… Glücklicherweise habe ich mich immer weiter beworben und bin eines Tages an einen richtigen Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch geraten (und war auch überrascht dass es kein PDL war, denn nicht immer sieht man es einer Firma an was sie ist bzw. ob es ein PDL ist) und wurde auch angestellt. TOP!
Mein Rat: willst du viel kennenlernen, reisen, dich umschauen, (was bedeutet maximal einen Ehepartner und definitiv keine Familie!) dann bewerbe dich bei so vielen PDL’s wie es nur geht. Hast du aber Familie und willst eher “ansässig” sein, dann kommst du nicht drum herum (neben den PDL’s) dich auch nach richtigen Arbeitgebern umzuschauen.
Und bitte vergesst immer eins nicht! Nicht an euch liegt es wenn ihr nicht genommen werdet (zumindest nicht immer
Um es nochmal zu erwähnen: dies ist meine Erfahrung und meine Meinung und ich kann nur Empfehlungen aussprechen und will keinem meine Meinung aufdrängen!
Gruß
Das ewig und immerwährende Thema…
Ingenieurmangel, schlechte Gehälter, Gewinnmaximierung.
Hierzu gibt es zunächst einmal nur eine Hoffnung: Die Länder, in denen “wir” so günstig zu produzieren meinen müssen ein Lohnniveau erreicht, daß der Lohn kein Diskussionspunkt mehr ist. Je schneller, umso besser.
Darüber hinaus behaupte ich einmal recht frech, daß die so günstigen Herstellkosten in Asien und demnächst wahrscheinlich in Südafrika (…) schöngerechnet sind. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, daß a) Wir unseren eigenen Arbeitslosen produzieren und damit die Sozialkosten hochtreiben, b) die Kalkulation angereichert von Zeitverschiebung, zwangsläufigen Qualitätsproblemen außer acht gelassen wird und schließendlich c) es unter den heutigen Umweltaspekten geradezu verboten sein dürfte, Halbfertigzeuge in der Weltgeschichte herumzufahren oder gar zu fliegen, damit sie am anderen Ende der Welt vervollständigt werden um dann letztlich noch einmal eine zig-tausend kilometerlange Reise bis zum Verbauort anzutreten.
Das ist kein konstruiertes Beispiel – das erlebe ich täglich und hautnah.
Unsere Regierung, ja unser aller Tun beschäftigt sich ausschließlich mit dieser unsinnigen Gewinnmaximierung. Auf der Strecke bleibt der Mensch. Das war nie so gewollt und auch nicht geplant.
Ach ja, der Mangel. Ich bin gespannt, wann endlich mit dieser Lüge aufgehört wird. Zig tausend Studenten verlassen jedes Jahr die FH, Uni oder schließen einen unsäglichen Master ab – und das reicht nicht? Eine Familienpolitik, die letztlich dazu führt, daß dieses Land ausstirbt, kann unmöglich einen Ingenieurmangel aufweisen. Und was war denn in den letzten Jahren, Jahrzehnten?
Eine komplette Generation Ingenieure wurde vorzeitig “hinausgelobt” mit so unsinnigen Altersteilzeitaktionen – und jetzt sollen diese fehlen?
Das kann nur eine Lüge sein – natürlich von der Industrie, die auf welche perfide Art auch immer versucht, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu entfliehen und dem “Staat” die Schuld zu geben.
Philosophisch betrachtet sind Zeitarbeitsfirmen moderne Sklavenhändler. Der Sinn, kurzfristig Arbeit zu vermitteln ist nicht mehr gegeben.
Was die Personalabteilung nicht kann oder schafft, wir einen Dienstleister überlassen. Das ist etwas anderes – ich selbst bin über einen
solchen an meine jetzige Tätigkeit gekommen.
Ich würde niemals wieder einen technischen Beruf ergreifen.
Als promovierter Techniker habe ich wie ein Mechaniker in der Fertigung mitarbeiten müssen. Das war der einzige Job, der zu bekommen war! Keine Rede von Ingenieurmangel! Man ist schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt, jeden Tag wird man gemobbt. Die Tätigkeiten hätte ich schon seinerzeit als Schüler übernehmen können. Dafür eine Ausbildung von insgesamt 10 Jahren (+Jahrelang höhere Schule).
Im Studium lernt man das Lösen von Differentialgleichungen. Das braucht kein Unternehmen. Die stellen sich statt eines HTL-Ingenieurs einen Diplomingenieur ein, die Gehälter sind gleich! HTL-Maturanten mit 17 bis 20 Jahren sind die Kollegen und Vorgesetzten. Keine Rede von Akademikerarbeit. Sinnlose Tätigkeiten werden als “Karriere” und “Praxis” verkauft. Gute Posten habe jene mit Kurzausbildung, weil sie dem Unternehmen schon jahrelang dienen. Oft haben Freundschaften zur Beförderung geführt. FH-Absolventen und HTL-Maturanten, oder oft auch einfache Arbeiter mit “jahrelanger Praxis” geben den Ton an.
Die besseren Posten werden unter der Hand vergeben. Da fehlt dann ständig die “Erfahrung”.
So ist man in der Jugend wochen- und monatelang ohne Gehalt bei Studieren gesessen, und hat praktische und theoretische Kenntnisse erworben. Am Ende, mit 30 Jahren, arbeitet man dann um 1400 Euro netto 50 Stunden in der Woche. Häufig hat man dann eine Denkweise, die vor allem Frauen nicht verstehen können. Auch im Job wenig Kohle, schon älter, fristet man dann ein einsames Leben. Spätestens mit 50 ist dann der Job dann ganz weg. Dann geht’s zum Sozialamt.
Der Ingenieurmangel ist eine politische Propagandalüge. Dabei geht es eher darum, die auferlegte Zuwanderung zu rechtfertigen.
Ich würde von dieser Berufswahl heutzutage dringend abraten.
Guten Tag,
Die Zeitarbeit ist eine Art der Beschäftigung mit Vor- und Nachteilen. Hat sich jemand entschlossen, diesen Weg zu gehen, warum nicht. Es sollte nichts negatives an der Art haften.
Allerding sind die meisten “Zeitarbeitsfirmen” Treiber von illegaler Beschäftigung. Ein Freiberufler oder ein Freelancer ist etwas anderes als ein “Scheinselbständig” arbeitender Freiberufler.
Kaum ein “Freiberufler” über eine Zeitarbeitsfirma, hat die notwendigen Papiere und da fängt das Dilema an. Der Auftraggeber kommt an günstige Arbeitskräfte und die Verleihfirma spart sich die Sozialleistungen.
Denn kaum eine Zeitarbeitsfirma wird einen Werksvertrag akzeptieren, und wenn ist er nichtig weil der Begriff “Freiberufler” verwechselt wird mit freiem Mitarbeiter.
Die Zeche zahlt mal wieder die Allgemeinheit. Nur in Deutschland boomt der Zeitarbeitsmarkt, auch weil Ingenieure es für Rechtes halten, dabei ist die Rechtslage ganz anderst. Aber was will man hierzu noch sagen, selbst gibt es mittlerweile Studiengänge/Ausbildungseinheiten in denen gelernt wird einen “Scheinselbständigen” zu betreuen. Es hat sich seit den 90 Jahren eine Kultur eingeschlichen die nicht erlaubt ist.
Es gibt leider in Deutschland keine Kontrollinstanz und die BfA Prüfungen auf “Scheinselbständigkeit” sind lachhaft. Obwohl jeder “Freiberufler” einen Antrag bei der BfA stellen muss bevor er bei Firma xyz anfängt, es wird das umschifft in dem die Zeitarbeitsfirma eine Handvoll Festangestellte hat die verliehen werden und die Masse von ca. 90% läuft “schwarz” mit.
Jeder sollte sich selber einmal ganz ehrlich und intensiv mit der Thematik befassen. Es wird heutzutage als “Kavaliersdelikt” angesehen, Hauptsache meine Kohle stimmt.
Hier wird Arbeitnehmerüberlassung und Zeitarbeit sehr positiv dargestellt. Es mag sein, dass es so etwas tatsächlich auch gibt.
Meine Erfahrung ist eine andere. Lohndumping und immer wieder Zeiten der Arbeitslosigkeit haben in den letzten 10 Jahren mein Leben geprägt. Bisher hat es kein Unternehmen geschafft, mich von einem Projekt in ein nächstes Projekt zu vermitteln.
Die Folge davon ist, dass es Personalvermittler und Fachvorgesetzte gibt, die ein Problem in meiner Persönlichkeit sehen — 10 Projekte bei 8 verschiedenen Unternehmen (alles Arbeitnehmerüberlassung) hinterlassen ein Bild der Verwüstung.
Zitat von Jens Grabner:
“Die Folge davon ist, dass es Personalvermittler und Fachvorgesetzte gibt, die ein Problem in meiner Persönlichkeit sehen — 10 Projekte bei 8 verschiedenen Unternehmen (alles Arbeitnehmerüberlassung) hinterlassen ein Bild der Verwüstung.”
Der Vermittler in der Ingenieurdienstleistungs-Firma hat immer behauptet, dass es bei der Einarbeitung keinen Unterschied gäbe zwischen einem Festangestellten und einem Leiharbeiter. Und das machen die wohl alle so, und das glaubt man auch gerne. Das ist wohl das Problem. Du glaubst, dass alles an dir liegt.
Vom Gegenteil aber haben mir 2 Orientierungspunkte geholfen:
1. Ich war an der FH nicht schlechter und nicht langsamer als die anderen.
2. Der Festangestellte von der Kunden-Firma, bei der das Projekt lief, hat mir erzählt, dass die Einarbeitung bei den Festangestellten viel entspannter verläuft.
Deshalb habe ich nach dem ersten erfolglosen Projekt mit der Leihfirma Schluss gemacht.
Siehe meinen vorigen Kommentar von gestern weiter oben.
Wer über Leiharbeit unterwegs ist bekommt keine Einarbeitung, es wird eine sofortige effektive Arbeit erwartet.
Für ein Projekt das vielleicht für maximal 12 Monate geplant ist, gibt es keine Einarbeitungszeit. (Das lohnt sich für das Unternehmen ja nicht) Aus diesem Grund ist der Start in einem Unternehmen ja so schwierig, weil es sehr selten ist, das die Vorkenntnisse mit den neuen Anforderungen übereinstimmen.
Bei mir hat es sich um 18 bis 24 Monaten gehandelt. Und um 8 Wochen Einarbeitung.
In der Tat waren in 3 Wochen 70% der Leistung ausgemacht.
Und das hat mir der Betreuer beim Kunden verheimlicht, nachdem die Kündigung schon angestoßen wurde. Er hat sich auch gewundert, dass ich über die 70% in 3 Wochen nichts wusste.
Ich bin der Meinung, dass in solchen (wohl zahlreichen) Fällen in erster Linie der Kunde betrogen wird. Und natürlich auch wir. Ich hab voll Glück gehabt, dass ich das nach dem ersten Misserfolg entdeckt habe. Sonst gäbe es weitere Anläufe, bis der Lebenslauf irgendwann große Flecken bekommt.
Mir wurde auch nicht immer mitgeteilt, ob es sich um Arbeinehmerüberlassung oder Werksverträge handelt. Das hat dann kuriose Auswirkungen.
Bei Werksverträgen erfolgt die Zeiterfassung auf Vertrauen (also selbst) und man darf nicht im gleichen Zimmer wie die Mitarbeiter arbeiten. Da gehen schon mal viele innerbetriebliche Informationen verloren.
Emotional ist es auch ein Unterschied. Bei Werksverträgen ist die Erwartungshaltung an Fachkompetenz höher.
Aufgepasst,
es gibt auch Firmen, die neben ihrer technischen Tätigkeit z.B. Software-Lösungen) auch die Arbeitnehmer-Überlassung machen. Also dich zum Kunden schicken. Aber das Ergebnis wird wohl dasselbe: eine schlechte Erfahrung wegen Kündigung seitens Kunden während der Einarbeitung o. ä..
Hallo Zusammen,
ich bin Maschinenbautechniker und arbeite bereits seit fast 6 Jahren bei so einem “Ing.-Dienstleister”.
Dieser verleiht mich genau seit dieser Zeit an eine Firma in einem ganz anderen Bundesland, übernimmt aber immerhin dort die Kosten für ein Zimmer.
Ich kann dazu nur sagen, dass die Leute in solchen Unternehmen mit großer Sicherheit alle ausgebeutet werden.
Das Gehalt ist weit unter dem meiner “Kollegen”, die dort festangestellt sind und die Behandlung ist auch nicht so toll.
Wir von der Verleihbude müssen fast täglich über 10 Std. arbeiten und müssten in der “Kantine” gegenüber den Festangestellten noch draufzahlen (+2,50 Euro pro Gericht).
Dieses ganze System sollte man verbieten, aber solange die Firmen vom Gesetzgeber grünes Licht bekommen und eh keine Leute einstellen wollen, wird das wohl ewig soweitergehen.
Ich habe mich jetzt seit dieser Zeit bei ca. 50 Firmen beworben. Wenn es mal zum Vorstellungsgespräch gekommen ist, wurde ich bzw. auch meine Kollegen alle abgelehnt.
Ich halte das für einen Karrierekiller.
MfG
Hi Stefan,
hab deinen Beitrag gelesen. Bin auch in einer Leihfirma 2 Monate gewesen (siehe die Beiträge oben). Vor kurzem habe ich gekündigt (einvernehmlich). Bin grad in der “Umorientierungs-Phase”. Die nächste/übernächste Woche geht es langsam mit weiteren Bewerbungen los.
Ich wollte auch im Vorstellungsgespräch sagen, dass ich schleicht behandelt wurde, deshalb Jobwechsel. Jetzt denke ich aber, dass man das auf keinem Fall tun darf. Stattdessen alles nur positiv darstellen.
Du bist ja in Laufe von 6 Jahren bei mehreren Kunden gewesen, viel Erfahrungen gesammelt, verschiedene Unternehmenkulturen gesehen. Evtl. gibt sogar den Anspruch, der Projektleiter zu werden. Ja, ich geb zu, das sind die Anlocksprüche von Vermittlern. Aber das mag wohl stimmen. Nur verschweigen die Vermittler, dass die Arbeit in der Leihfirma auch große Risiken und Nebenwirkungen hat. Sonst geht wohl kein Ingenieur in eine Leihfirma. Aber trotzdem, was man gesammelt hat, bleibt da.
Ich weiß es nicht, ist es wirklich so, dass:
Egal wie positiv man die Fertigkeiten und Erfahrungen darstellt, spielt keine es keine Rolle? Lehnt man stattdessen ab, sobald man die Verdacht hat, dass du in der Leihfirma gewesen bist?
Ich hab noch folgendes überlegt:
1. Wenn die Personaler die Leute von Leifirmen genause wie die Leute vom Knast betrachten, das soll man wohl im Lebenslauf die Kunden erwähnen und beim Vorstellungsgespräch nur über Kunden sprechen.
2. Es kann aber sein, dass die Leute von Leihfirmen doch immer noch als Normalmenschen betrachtet werden. Dann ist die Situation leichter.
Aber egal wie es ist, nichts negatives zugeben.
Hallo abc,
ne..ne.. ich bin seit 6 Jahren nur an EINER einzigen Firma ausgeliehen.
Die macht das nur so damit SIE (Die Firma) den Kündigungsschutz und die Arbeitsschutzgesetze aushebeln kann !!! Clever nicht ?
Die haben es drauf.
Aber ich bin davon überzeugt das dieses kein Einzelfall ist.
VG
Entschuldigung, hab überlesen, dass du nur bei einer Firma warst.
Klar, dein Fall, ist kein Einzelfall. Ich denke für einen Beitrag hier, kommen noch 1000de weitere Fälle.
Aber meine voriger Beitrag bleibt trotzdem gelten. Wenn ich dich richtig verstehe, ist es noch kein KO, wenn man in der Leihfirma gewesen ist.
Aber bei dir hängt es noch irgendwie mit Kündigung zusammen, oder? Dass du nicht einfach kündigen kannst (einvernehmlich)? Bei mir gab es 2 Wochen während der Probezeit und 6 Monaten danach. Habe es aber schon in der Probezeit gemacht.
Wie gesagt, ich fange bald wieder mit weiteren Bewerbungen an.
Es ist sicherlich sinnvoll, wenn man die Erfahrungen bzgl. weitere Bewerbungen austauscht und sich auch überlegt, wie man es geschickt macht.
Noch etwas aus meiner Erfahrung (sollte jemand eine andere haben, bitte hier melden) – und das gilt meiner Meinung nach auch wenn man als Festangestellter bewirbt: Wenn man dich beim Vorstellungsgespräch nichts über die Person fragt (“erzählen Sie was über sich, wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen, was erwarten Sie von Ihren Kollegen” u. ä.) ist es ein schlechtes Zeichen. (Umkehrschluss gilt nicht: wenn auf die Person eingegangen wird, heißt noch nicht, dass alles gut wird).
Und zwar als Hinweis darauf, dass es unwichtig ist, dass du dich wohl fühlst. Stattdessen bist du wie ein Gerät, das man sich zugelegt hat und das gleich funzen muss. Sonst bist du ein defektes Gerät (Klump). “Was für ein Klump haben wir denn gekauft?”
Und dann muss man sich nicht wundern, wenn solche Sachen wie “Sie haben Verständnisprobleme”, “Wenn Sie bei einem anderen Unternehmen sind, …” kommen. Oder wenn solche Beschwörungen kommen wie “Sie sind bist doch ein Ingenieur, sie müssen das können”, “Das muss einfach schnell gehen” anstatt die Methodik zu erklären. Auf diese kommt man meistens nie gleich. Dabei reichen aber 15-30 Minuten um die Methodik zu erklären.
So war das in der Leihfirma, wo ich war. Beim Vorstellungsgespräch für die Leihfirma selber, ging man auf die Person.ein Beim Vorstellungsgespräch beim Kunden (gibt es noch extra) aber nicht. Ja klar, die Leihfirma, wo ich war, ist eine solide. Den Managern ist schon wichtig, dass ich mich wohl fühle. ABER: wenn ich beim Kunden bin, können/wollen/dürfen die Manager nichts mehr machen. Der Feedback von Kunden sagt ihnen alles. Und du kannst gegen dieses Feedback nichts mehr sagen.
Hallo zusammen, also ich bin Maschinenbautechniker und seit knapp einem halben Jahr bei einem Ingenieur-Dienstleister. Als ich eingestellt wurde, hatte man mich gefragt ob ich als Technischer Zeichner (frühere Tätigkeit) oder als Techniker bei ihnen arbeiten wolle. Ich sagte natürlich als Techniker bzw. Konstrukteur. Und im Arbeitsvertrag stand dann auch Techniker. So ziemlich alles was mir versprochen wurden, wurde nicht eingehalten. Am Anfang hat man mir eine ProE-Schulung versprochen. Das Ende vom Lied war, dass ich mir selber ein Buch besorgen musste um mir ProE beizubringen. Ich saß also im Büro mit meinem Buch und einer Floating-Lizenz und habe quasi eine “do it your self-Schulung” gemacht. Das ging dannn fast vier Wochen lang so.
Daneben habe ich ein paar Revisionspläne erstellt. Irgendwann meldete sich ein Kunde und wollte mich kennenlernen. Die suchten aber nur einen Technischen Zeichner. Ich machte dann auch wiederholt darauf aufmerksam, dass ich eigentlich eine Beschäftigung als Konstrukteur suche. Doch irgendwie hat das niemand so wirklich interessiert und es wurde immer wieder abgewiegelt. Ich hab die Stelle als Technischer Zeichner dann angetreten, weil ich ansonsten wohl ziemlich schnell wieder auf der Strasse gesessen hätte und ich dachte mir das vielleicht auch noch was besseres kommt.
In dem Kundenunternehmen war es dann so, dass es eigentlich keine Einarbeitungsphase gab. Man meinte ich müsse alles gleich beim ersten Mal verstehen. Am zweiten Tag als ich dort war wurde ich vom Konstruktionsleiter als Herr…. vom Menschenhändler vorgestellt. Ich hatte das Gefühl ein Mitarbeiter zweiter Klasse zu sein. Der Druck wurde immer größer. Nun habe ich gekündigt und habe eine Stelle als Konstrukteur gefunden. Zwar auch über einen Dienstleister, der aber einen seriöseren Eindruck macht. Und mehr Geld bekomme ich auch noch. Das Beste war dann noch, nachdem der alte Dienstleister meine Kündiung erhalten hatte, hat er mit allen Mitteln versucht mich zurückzugewinnen. Meiner Meinung nach aber ein klarer Fall, die wollten mich einfach weiterhin als “Goldesel” nutzen. Ach genau, bevor ich es vergesse, mein Gehalt kam in der Zeit zwei mal um die zwei Wochen zu spät. Was soll ich noch sagen. In meinem Fall war es wohl definitiv ein “schwarzes Schaf”. Leider bekomme ich momentan keine Stelle ohne Dienstleister. Ich hoffe das ändert sich mit zunehmender Berufserfahrung auch mal wieder.
Derzeit ist es eben einfach so und ich denke man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Klar ist, alle wollen Geld an einem verdienen. Doch es kann auch eine Chance sein. Jedenfalls ist es besser bei einem Dienstleister zu arbeiten als ohne Job dazustehen, man sollte jedoch nicht alles mit sich machen lassen.
Hi goldesel,
der IDL, bei dem ich war, hat auch einen Super-Eindruck gemacht. Meiner Meinung nach ist es eine Glücksache, dass man zu einem Kunden gerät, der keine blöde Traditionen bezüglich der Leiharbeiter hat.
Würdest du es auch bestätigen?
Oder gibt es da gewisse Kriterien, nach denen man sehen kann, ob der IDL sich darum kümmern wird, dass es dir beim Kunden wohl geht?
Kann meinen Kollegen nur beipflichten. Ich würde nie wieder Ingenieurwissenschaften studieren. Hürden ohne Ende im Studium und danach laue Gehälter, die zum wissenschaftlichen Anspruch einfach nicht passen. Technisch lernt man einen Haufen Schrott an den Unis, der in der Praxis gar nicht verlangt wird. Ist halt eine eigene “Bildungsindustrie”, die sich selbst am Leben hält und viele Leute beschäftigt. Insofern auch nicht daran interessiert ist, einzugestehen, dass man mit Weniger auch Mehr erreichen könnte. Früher dauerte ein Studium inklusive Doktor vier bis fünf Jahre, heute nicht unter zehn. Profs nutzen eben auch gerne aus. Ganz falsch habe ich es zwar nicht gemacht mit einem zusätzlichen BWL-Studium, aber gerade das sorgt dafür, dass ich überhaupt Arbeit habe – als fast 50 Jähriger.
Dass Karriere unter der Hand vermittelt wird und sich nicht wirklich an Leistung orientiert, ist eine Binsenweisheit. Immer schön angepasst sein, dann klappt es mit der Karriere. Aber nur bis 40! Danach ist man ja angeblich zu alt, zu unangepasst, weil viel Lebenserfahrung (siehe meine Kollegen und ihre Erfahrungen) und nicht mehr geistig rege.
Alles Blödsinn! Die Firmen wollen Experten zu Billiglöhnen. Das funktioniert in der Fertigung ja auch. Ich rate meinen Kindern, studiert BWL und Jura und macht dann Karriere in der EU. Bloß weit weg von Industrie,Fließbändern und Großraumbüros (so saßen früher die “Tippsen” um 1900 und wurden nach Strich und Faden ausgenutzt).
Also – es hat sich in der letzten hundert Jahren industriell nichts geändert. Sehe ich schwarz, bin ich Nihilist. Ganz und gar nicht. NUR – erzählt unseren Jungs nicht so einen Schwachsinn, dass Technik geil ist und tolle Arbeitsmöglichkeiten auf sie warten. Ein Chef ohne “Arbeiter” – heute “Gedankenarbeiter” sprich Ingenieur, ist kein Chef!!
Hi NiewiederIng,
ich bin mit dir nur teilweise einverstanden. Als ich an der Uni Informatik studiert hab, war ich enttäuscht. An der FH war es schon etwa 80% des Stoffs sinnvoll.
Was Industrie angeht, da stimme ich zu, mit großen Konzernen soll man sich lieber nicht einlassen. Sogar wenn man sich direkt bewirbt. Über eine IDL/PDL ist eh keine Rede. Großen Konzerne suchen meiner Meinung nach immer die Möglichkeit, jemanden auszubeuten um Geld zu ersparen. Außerdem sind die Kollegen dort häufig verkalkt.
Es gibt aber auch kleinere Firmen, insbesondere in der Web-Entwicklung Branche. Da hat man meiner Meinung nach flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und meschlichere Kollegen. Die Auftiegsmöglichkeiten sind vielleicht nicht so gut. Aber Spaß an der Arbeit und gute Kollegen sind wichtiger.
Was ich noch mach und anderen raten würde, vor dem Bewerben immer fragen:
“Wird die Tätigkeit in ausschließlich in Räumen von Ihrem Unternehmen ausgeübt?”
Bei den Firmen aus der Web-Entwicklung Branche habe ich bisher nur ein JA bekommen.
Warum die Frage überhaupt?
Weil “Handelt es ich um Arbeitnehmerüberlassung?” für viele blöd klingt. Und bei Scheinwerkverträgen handelt es sich offiziell nich um AÜ, aber im Endeffekt doch. Aber wenn man die Tätigkeit nicht im Räumen von dem jeweiligen Unternehmen ausübt, dann ist da eh was unsauber.
Klar es gibt Berufe, bei denen man an eine PDL/IDL nicht vorbeikommt. Aber soweit möglich, will man ja PDL/IDL vermeiden.
Servus,
häufig will man bei der Jobsuche Personaldienstleister, Ingenieurdienstleister, Zeitarbeit u. ä. filtern.
Diese möglichkeit gibt es bei http://www.jobrobot.de, einfach das Häckchen “Jobs von Zeitarbeitsunternehmen ausschließen” setzen. Ist zwar noch beta, aber scheint recht gut zu funktionieren.
Auch bei http://jobboerse.arbeitsagentur.de gibt es diese Möglichkeit, ist aber umständlicher und ich habe sie noch nicht probiert. Sie ist hier beschrieben:
http://www.gutefrage.net/frage/arbeitsagentur-jobboerse-zeitarbeitsfirmen-bei-der-suche-filtern
Auch ich hab nur schlechte Erfahrungen mit derartigen Dienstleistern gemacht. Ich war einige Jahre beim Steinbeis Zentrum Softwaretechnik angestellt und bin wirklich froh mittlerweile eine Festanstellung zu haben. Die Geschäftsführung war seinerseits absolut katastrophal…das Unternehmen hat tlw. weit über 50 Prozent der Bauftragungsgelder selbst eingestrichen und an sich getrieben wozu man “lustig” war. Leider sieht der Kunde oft etwas anderes
Zu den eigentlichen Mitarbeitern fehlt oft jegliche Verbindung…..
Ich kann es wirklich nur empfehlen….lasst die Finger weg von solchen Unternehmen !
Das mit EADS stimmt so nicht. Gerade die EADS und ihre Tochterfirmen / Neugründungen wie Cassidian, MDBA arbeiten stark mit Zeitarbeit, weil sie nämlich in 2008/2009 schwer auf die Nase gefallen sind. Etliche “Selbständige” vor allem auch solche aus GB, hatten falsch abgerechnet bzw wurden von der RV zu Zahlungen verdonnert. Da musste auch EADS nachzahlen, ähnlich wie Siemens. Ich selber war über einen ehemaligen AG als Zeitarbeiter bei der EADS im Raum München eingesetzt und ja, man wird behandelt, wie ein Mensch zweiter Klasse – offiziell nicht, aber die Mitarbeiter lassen es einen spüren. Vom Dienstleister bin ich auch übers Ohr gehauen worden – er hat sich mit einem Trick das 13. Gehalt gespart, in dem er mich zu einem Auflösungsvertrag genötgt hat. Ein Mieses Zeugnis habe ich überdies noch mitbekommen. Ich habe eine gewaltige Wut im Bauch. Natürlich sind alle Ergebnisse, die mir im Rahmen meiner Tätigkeit bei EADS zur Kenntnis gelangt sind, trotzdem sicher! Vom MEADS-Projekt erfährt keiner der Konkurrenten ein Sterbenswörtchen. Sage ich mal so.
Hallo Markus, danke für Ihren Beitrag und den wichtigen Hinweis auf EADS.
Diese Diskussion läuft ja nun schon recht lange und ich danke allen Beteiligten für die hilfreichen Kommentare. Ich werde weiterhin dranbleiben!